Hahnenköppen

Einer der bekanntesten Kirmesbräuche in unserer Region ist das "Hahnenköppen".

Über den Ursprung des Hahnenköppens gibt es verschiedene Auffassungen. Die wohl realistischte bezieht sich auf das Hahnenschlagen am Ende der jeweiligen Jahresernte. Hinzu kommt ein sehr guter Bezug auf die Zeit der französischen Besatzung. Die Besatzungsmacht hatte den gallischen Hahn zum Wappentier. Doch trotz des verlangten Gehorsams und der Unterwürfigkeit den Besatzern gegenüber, fanden die frustrierten Bürger stets Mittel und Wege, ihren Unmut kundzutun.

So wurde das Hahnenköppen ins Leben gerufen, um die französischen Militärs, die zu jener Zeit im Rheinland herrschten, zu verärgern, ohne das diese etwas dagegen tun konnten. Symbolisch wurde der gallische Hahn geköpft.

Aus diesem Grunde finden Sie im Banner der Kirmesgesellschaft neben der Margerite auch den gallischen Hahn.

Ein toter Hahn befindet sich in einem frei aufgehängten Korb ohne Boden; der Kopf hängt unten heraus. In Ückerath auf einem Karussell fahrend, versuchen dann die Titelaspiranten mit einem Holzsäbel dem Hahn den Kopf abzuschlagen. Wem das gelingt, ist Hahnenkönig. Mit viel Glück gelingt dieses mit wenigen Schlägen; es soll Hahnenkönige geben, die weit über einhundert Säbelhiebe ausführen mußten, bevor der Gegner geschlagen war.

Auch der Junghahnenkönig wird auf diese Art und Weise ermittelt.

Seit 1992 wird in Ückerath auf einen Hahn aus wattiertem Stoff geschlagen, der in mühevoller Handarbeit von den Damen des Vorstandes hergestellt wird.

Zusätzlich bietet die Kirmesgesellschaft ein Preis-Hahnenköppen, bei dem in diversen Durchgängen wertvolle Gewinne ergattert werden können. 

Das Hahnenköppen findet jeweils am Kirmes-Sonntag ab 15 Uhr 30 auf dem Kirmesplatz in Ückerath statt. Schauen Sie sich einfach die Bilder an:

 

 

                                 Hahnenköppen:

 

 

 

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